Ambulanter Pflegedienst

Ambulante Pflegedienste versorgen und pflegen als selbstständig wirtschaftende Einrichtungen Kranke und Pflegebedürftige je nach persönlichem Bedarf bis zu 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen in der Woche fach- und sachkundig im unmittelbaren Wohnumfeld. Dabei werden Leistungen als Grundpflege und medizinische Behandlungspflege sowie in der Hauswirtschaft erbracht. Während grundpflegerische Leistungen die sogenannten Grundverrichtungen des täglichen Lebens umfassen, die krankheits- und/oder altersbedingt nicht mehr selbst ausgeführt werden können (z.B. Körperhygiene, Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme), übernimmt ein ambulanter Pflegedienst im Rahmen der Behandlungspflege diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die durch einen Arzt delegiert wurden. Dazu zählen unter anderem die Gabe von Medikamenten, die Wundversorgung oder Injektionen. Hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen zielen hingegen darauf ab, Kranke und Pflegebedürftige bei der Organisation und Durchführung der Aufgaben des täglichen Bedarfs zu unterstützen. Je nach individueller Bedürfnislage übernehmen Pflegedienste z.B. das Einkaufen, Kochen oder die Reinigung der Wohnung.


Ambulante Pflegedienste arbeiten auf Basis des Sozialgesetzbuches

Die Erbringung ambulanter Pflegeleistungen erfolgt in der Regel auf der Basis der gesetzlichen Sozialversicherung. Pflegebedürftige können sowohl durch die Krankenversicherung (SGB V) als auch durch die Pflegeversicherung (SGB XI) finanzielle Unterstützung erhalten. Zudem werden pflegebedürftigen Personen, die Leistungen der Grundsicherung nach dem zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII) empfangen, am individuellem Bedarf orientierte notwendige Hilfen gewährt.

In der Pflegeversicherung richtet sich der Umfang der Pflegeleistungen danach, welche Stufe der Pflegebedürftigkeit vorliegt (Pflegestufe I bis III). Diese Einstufung erfolgt gewöhnlich durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der überprüft, ob beziehungsweise in welchem Umfang in den Bereichen Grundpflege und Hauswirtschaft ein Hilfebedarf bei alltäglichen Verrichtungen vorliegt.

Kosten für Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes

Mit Inkrafttreten des ersten Gesetzes zur Stärkung der pflegerischen Versorgung können seit dem 01. Januar 2015 folgende Pflegesachleistungen für die Hilfe durch ambulante Pflegedienste eingesetzt werden:

  • Pflegestufe I
    • maximale monatliche Leistung 468,00€ und 689,00€ beim Vorliegen einer Demenz
  • Pflegestufe II
    • maximale monatliche Leistung 1.144,00€ und 1.289,00€ beim Vorliegen einer Demenz
  • Pflegestufe III
    • maximale monatliche Leistung 1.612,00€ und 1.612,00€ beim Vorliegen einer Demenz
  • Härtefall
    • maximale monatliche Leistung 1.995,00€

Darüber hinaus übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten für eine Ersatzpflege durch einen ambulanten Pflegedienst in der Höhe von bis zu 1.612,- €, wenn private Pflegepersonen z.B. Urlaub machen oder durch Krankheit zeitweise (max. sechs Wochen) an der Pflege gehindert sind.

Weitere Aufgaben eines ambulanten Pflegedienstes

Neben grundpflegerischen und hauswirtschaftlichen Aufgaben sowie der häuslichen Krankenpflege stehen ambulante Pflegedienste Kranken und Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen auch beratend zur Seite. Fachlich qualifiziertes Personal erteilt dazu z.B. Auskunft über die Leistungen der Pflegeversicherung und unterstützt – nach Erstbesuch und ausgiebiger Pflegeanamnese – notwendige Antragstellungen. Der Pflegeprozess wird nach ärztlicher Verordnung und bedarfsorientiert sowie zweckmäßig, wirtschaftlich und dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und Pflegeleitlinien bzw. -standards folgend, geplant. Die Durchführung der Leistungen übernehmen Pflegefach- oder Pflegehilfskräfte, die zur Sicherstellung von Pflegetransparenz und -qualität u.a. alle Maßnahmen kontinuierlich und lückenlos dokumentieren, die Pflegeplanung in gleichbleibenden Abständen evaluieren und ggf. anpassen sowie regelmäßig Pflegevisiten durchführen, zu Team- und Fallbesprechungen zusammenkommen, Patientenzufriedenheit überprüfen, an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen und sich am interdisziplinären (Informations-) Austausch mit anderen Institutionen aus dem Gesundheitswesen beteiligen.

Qualitätsprüfung ambulanter Pflegedienst

Die Qualitätsüberprüfung – zu der sich ein ambulanter Pflegedienst verpflichtet, wenn er durch Krankenkassen zugelassen wird und/oder einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen abschließt – erfolgt mindestens einmal im Jahr durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der durch die Leistungsträger beauftragt wird. Die Prüfungsergebnisse werden in Noten zusammengefasst und deren Kriterien in einem Transparenzbericht näher erläutert. Die Qualität wird unter anderem in den Bereichen pflegerische Leistungen, ärztlich verordnete pflegerische Leistungen sowie Dienstleistung und Organisation gemessen. Zudem werden Kunden zu ihrer Zufriedenheit befragt und ein Gesamtergebnis ermittelt, das der Qualität der ambulanten Pflegedienste im Bundesdurchschnitt gegenübergestellt wird.


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